Für einige Sekunden wurde es auf der ganzen Straße so still, dass sogar die Hühner aufhörten zu gackern. Dann begann das Flüstern.
— Sie ist vierzig Jahre jünger als er!
— Bestimmt ist sie hinter seinem Geld her.
— Mal sehen, wie lange sie bleibt.

Lena hörte das alles. Doch sie lächelte ruhig und grüßte alle, als wäre nichts Ungewöhnliches passiert.
Doch nach wenigen Tagen war das Dorf erneut schockiert, als es sah, was im Haus des alten Mannes geschah.
Die ersten zwei Tage warteten alle auf Skandale. Doch es gab keine. Am dritten Tag bemerkten die Nachbarn etwas Seltsames.
Am Morgen stieg Rauch aus dem Schornstein, aus dem Fenster duftete es nach frischem Brot, und im Hof hing jemand frisch gewaschene Wäsche auf.
Es war Lena.
Sie saß keine Minute still. Zuerst putzte sie die Fenster, die wohl seit zehn Jahren nicht gereinigt worden waren. Dann räumte sie den alten Schuppen auf. Danach holte sie die Hälfte des unnötigen Krams aus der Abstellkammer.
Doch das Erstaunlichste geschah am fünften Tag.
Lena trat in den Hof, sah zum Dach und sagte:
— So kann man nicht leben. Wenn es regnet, ist es im Haus fast wie draußen.
— Ich wollte das schon lange machen… — murmelte der Alte.
— Dann fang schneller an. Heute beginnen wir.
Und noch am selben Tag sah das ganze Dorf etwas Unglaubliches.
Stepan stand auf dem Dach. Genau dieser Stepan, der jahrelang gebeugt ging und sagte, er habe keine Kraft mehr. Er wechselte Bretter, befestigte Blech, schimpfte über Nägel und… lachte.
Unten stand Lena und reichte ihm die Werkzeuge.
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