— Du bist verrückt.
— Nein. Ich will nur, dass du die Papiere unterschreibst und aufhörst, mir das Leben schwer zu machen. Dann fahren wir von hier weg, als hätte es diesen Abend nie gegeben.
Er holte eine Mappe heraus. Der Stift lag in ihrer Hand.
Anna sah auf die Grube, auf die nasse Erde, dann auf ihren Mann. Ihre Hände zitterten, aber sie unterschrieb.
— So ist es brav, — sagte er leise.
Sie fuhren weg, aber in diesem Moment konnte sich der Mann nicht einmal vorstellen, welche Rache seine Frau für ihn vorbereitet hatte, nach der er auf den Knien um Gnade flehen würde 
Am nächsten Tag war der Mann zufrieden. Er ging selbstbewusst durchs Haus, als wäre er Herrscher über die ganze Welt. Er wusste nicht, dass Anna auf dem Weg in den Wald die Aufnahmetaste ihres Telefons gedrückt hatte. Er wusste nicht, dass sie vor der Fahrt ihrer Freundin eine Nachricht mit der Adresse und einem kurzen Satz geschickt hatte: „Wenn mir etwas passiert — sucht hier.“
Drei Tage später wurde er „zur Klärung einiger Umstände“ vorgeladen.
Die Aufnahme des Gesprächs mit den Drohungen, die Koordinaten des Ortes, das Gutachten über die frische Grube, die er auf seinen Namen bestellt hatte — all dies ergab ein stimmiges Bild.
Die Dokumente, die Anna in jener Nacht unterschrieben hatte, erkannte das Gericht aufgrund von Druck und Lebensbedrohung als ungültig an.
Aber seine Worte über die „unbekannte Frau“ konnte niemand mehr rückgängig machen.
Als der Ermittler trocken den Paragraphen wegen Morddrohung und Nötigung verlas, begriff er zum ersten Mal, dass er die Grube nicht der richtigen Person gezeigt hatte.
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