„Sie ist meine Nichte“, erwiderte Elise fest. „Und ich bin Familienanwältin. Ich weiß genau, wie man damit umgeht.“
Dann legte sie auf.
Ich buchte den frühestmöglichen Rückflug, der jedoch erst in drei Stunden ging, und verbrachte die verbleibende Zeit auf der Kante des Hotelbetts sitzend, den Blick auf den Teppich gerichtet, während sich in meinem Kopf immer wieder dasselbe erschreckende Bild abspielte.
Ein kleines Mädchen, das allein durch dunkle Straßen läuft, ihre nackten Füße über kalten Kies schleifend.
Um halb vier morgens klingelte mein Telefon erneut.
Es war Elise.
„Ich habe sie“, sagte sie.
Ihre Stimme war ruhig, doch ich hörte etwas darunter.
Wut.
„Spricht sie?“ fragte ich.
„Noch nicht“, antwortete Elise. „Aber sie schreibt.“
Ich schloss die Augen.
„Was hat sie geschrieben?“
Es entstand eine kurze Pause.
„Sie hat geschrieben, dass Opa wütend wird, wenn sie weint. Sie sagte, er habe sie unten in den Kühlraum gesperrt.“
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