Auf der Hochzeit meines Bruders sah mich mein Vater direkt an, nannte mich einen Fehler und demütigte mich vor allen.

Jetzt war die Wahrheit nach ihren eigenen Bedingungen ans Licht gekommen.

Richard erholte sich zuerst, wenn auch ungeschickt.

„Es muss ein Missverständnis vorliegen“, sagte er, seine Krawatte richtend, die Hände bereits nicht mehr fest.

„Emily kennt Männer wie dich nicht.“

Ethan sah ihn an.

„Männer wie ich?“

Richard zwang ein Lachen.

„Menschen auf hohem Niveau.

Seriöse Leute.

Sie hat schon immer ein Talent zum Übertreiben gehabt.“

Emily musste fast lachen, weil es genau das Gegenteil der Wahrheit war.

Ihr ganzes Leben lang hatte sie ihren Schmerz klein gehalten, ihre Erfolge reduziert, sich selbst ausgelöscht, damit andere sich wohlfühlten.

Ethan legte einen schützenden Arm um ihren Rücken.

„Wir haben letzten Frühling in San Francisco geheiratet.

Zivile Zeremonie.

Zwei Zeugen.

Rechtlich in jeder Hinsicht gültig.

Ich nahm an, deine Tochter würde es dir sagen, wenn sie bereit wäre.“

Er pausierte.

„Jetzt verstehe ich, warum sie es nicht war.“

Ein Murmeln ging durch die Gäste.

Die Köpfe drehten sich.

Die Handys verschwanden, als die Leute merkten, dass Aufnahmen keine gute Idee waren.

Daniel trat schließlich heran, blass unter dem Bräutigam-Make-up.

„Emily… bist du wirklich mit Ethan Blake verheiratet?“

Sie sah ihren Bruder an, den Mann, der eine Kindheit voller Schreie geteilt und überlebt hatte durch Gehorsam.

„Ja.“

„Und du hast es mir nicht gesagt?“

„Du hast mich nie gefragt, wie es mir geht“, sagte sie leise.

„Nicht ein einziges Mal in drei Jahren.“

Das traf härter als jeder Schrei.

Judith, ihre Stiefmutter, eilte mit einem zerbrechlichen Lächeln heran.

„Liebling, du weißt, dein Vater hat ein Temperament.

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