„Dein künstliches Bein macht zu viel Lärm. Beweg dich nicht“, sagte die Lehrerin zu dem Schüler mit Behinderung .

Es war ein ganz gewöhnlicher Tag für Leo. Wie immer saß er auf seinem Platz in der Schule. Seine Prothese, von der Hüfte bis zum Boden, lehnte am Stuhl. Ein teures und komplexes Gerät, fast perfekt, aber niemals völlig geräuschlos. Wegen der Hitze schwoll die Haut an, der Druck verwandelte sich in Schmerz, und still zu sitzen war eine echte Qual.
Er bewegte sich kaum merklich. Ein leises Klicken war zu hören, gerade laut genug, um die Stille zu brechen. Frau Lisa erstarrte sofort.
— Leo, — sagte sie kalt, — willst du dem Unterricht folgen oder die Klasse ablenken?
Alle Blicke richteten sich auf ihn. Mit zugeschnürter Kehle versuchte er, sich zu erklären.
— Entschuldigen Sie, Madame… es ist sehr heiß. Mein Bein—
— Uns ist allen heiß, — unterbrach sie scharf. — Aber manche können trotzdem ruhig sitzen.
Leo biss die Zähne zusammen und versuchte eine letzte Einstellung. Metall schabte am Tisch.
KRIIISSSCH.
Frau Lisa trat verärgert nach vorn.
— Anders zu sein gibt dir nicht das Recht, den Unterricht zu stören. Sitz ordentlich.
Er beugte sich vor, um das Gleichgewicht zu halten. Der Schmerz explodierte. Seine Hand klammerte sich an den Stuhl, doch sie zog ihn bereits weg.
— Wenn du nicht sitzen kannst, kommst du auch ohne aus.
Der Sturz war brutal. Seine Prothese blieb hängen, sein Körper folgte. Der Schmerz war stechend, doch die Scham brannte noch stärker.
— Steh auf, — befahl sie.
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