Ein junger Mann riss dem Obdachlosen das Stück Brot aus der Hand, warf es auf den Boden und begann, es mit den Füßen zu zertreten: Alle Zeugen waren über die Tat des jungen Mannes schockiert, doch bald geschah etwas Unerwartetes
Eine enge städtische Straße zog sich zwischen alten Backsteinhäusern entlang. Bei den Müllcontainern stand ein älterer obdachloser Mann in einem schmutzigen Mantel und abgenutzter Mütze. Neben ihm saß sein Hund – ein großer weißer Mischling, der seit mehreren Tagen fast nichts gegessen hatte.
Die letzten Tage waren besonders hart. Der Mann und sein Hund streiften durch Höfe und Gassen, schauten in Müllcontainer und versuchten, wenigstens etwas Essbares zu finden. Manchmal fanden sie Essensreste, manchmal gar nichts. Sie aßen kalte Reste, harte Brocken, schmutziges Essen, das ein normaler Mensch nicht einmal anfassen würde. Aber wenn der Hunger den Magen zusammenzieht, hört der Mensch auf zu wählen.
An diesem Tag hatte er plötzlich Glück. In einem der Container entdeckte er fast ein ganzes Brot. Es sah frisch aus, als wäre es erst kürzlich weggeworfen worden. Vorsichtig hob der Mann es auf, klopfte den Schmutz ab und betrachtete die Entdeckung lange.
Er seufzte leise und schüttelte den Kopf.
— Die Leute merken gar nicht, was sie wegwerfen… — murmelte er vor sich hin.
Wahrscheinlich, dachte er, haben diese Menschen niemals erlebt, dass ein gewöhnliches Stück Brot wie ein wahrer Schatz erscheint.
Vorsichtig brach der Mann das Brot in zwei Stücke. Ein Stück reichte er dem Hund. Der nahm es vorsichtig mit den Zähnen und begann sofort zu essen. Das andere Stück wollte der Mann selbst essen. Gerade, als er es zum Mund führte, hörte er schnelle Schritte neben sich.
Ein junger Mann in Uniform kam auf ihn zu.
Ohne ein Wort zu sagen, riss er dem Obdachlosen das Brot aus der Hand, warf es auf den nassen Asphalt und begann, es grob mit seinen Stiefeln zu zertreten.
Die Leute auf der Straße erstarrten. Einige blieben vor dem Ladeneingang stehen, andere auf dem Bürgersteig und starrten auf das Geschehen.
Der Mann verstand nicht, was passierte. Mit weit aufgerissenen Augen starrte er den Soldaten an.
— Warum… — flüsterte er leise.
Doch der Junge antwortete nicht und trat weiter auf das Brot ein, bis nur noch nasse Krümel übrig waren.
Der Hund wich zur Seite und jaulte leise, als spürte er die Ungerechtigkeit dieser Szene ebenfalls.
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