Ich nähte das Abschlusskleid meiner Tochter aus den letzten kostbaren Dingen, die meine verstorbene Frau hinterlassen hatte.
Als eine wohlhabende Mutter uns vor der ganzen Turnhalle auslachte, hatte sie keine Ahnung, dass sich der Moment gleich auf eine Weise gegen sie wenden würde, die niemand erwartet hatte.
Meine Frau Jenna starb vor zwei Jahren.
Der Krebs nahm sie schnell und gnadenlos.
In einem Moment diskutierten wir noch darüber, ob die Küchenschränke weiß oder blau gestrichen werden sollten. Nur sechs Monate später saß ich um zwei Uhr morgens neben einem Krankenhausbett, hielt ihre Hand und hörte das gleichmäßige Piepen der medizinischen Geräte, während ich auf mehr Zeit hoffte, die nie kam.
Nachdem sie gestorben war, erinnerte mich jede Ecke unseres Hauses an sie – ihr Lachen, das leise Summen, wenn sie das Abendessen kochte.
Aber ich konnte nicht völlig zusammenbrechen.
Denn ich hatte noch Melissa.
Sie war erst vier, als ihre Mutter starb. Jetzt ist sie sechs, und irgendwie ist sie zu dem süßesten kleinen Mädchen geworden, das ich kenne. An manchen Tagen erinnert mich ihr Lächeln so sehr an Jenna, dass es fast weh tut.
Seit Jennas Tod sind nur noch wir zwei übrig.
Ich arbeite als Techniker und repariere Heizungs- und Klimaanlagen. In den meisten Monaten reicht der Lohn gerade so für unsere Rechnungen. Manche Wochen arbeite ich doppelte Schichten und versuche, nicht an den Stapel unbezahlter Briefe auf dem Küchentisch zu denken.
Die Rechnungen schienen endlos zu sein. Kaum hatte ich eine bezahlt, tauchte die nächste auf.
Geld war immer knapp.
Und doch hat Melissa sich nie beschwert.
Eines Nachmittags stürmte sie nach der Schule durch die Haustür, ihr Rucksack hüpfte auf ihrem Rücken.
„Papa! Rate mal!“
„Was denn?“, fragte ich.
For complete cooking times, go to the next page or click the Open button (>), and don't forget to SHARE with your Facebook friends.