Das Erste, was mir ins Auge fiel, war, wie sich das verblassende Sonnenlicht im Glas meines Wohnungsfensters spiegelte.
Es war einer dieser erschöpfenden, seelenzehrenden Tage gewesen, an denen sich die Stadt wie eine unerbittliche Maschine anfühlte, die mich zermalmte und achtlos beiseiteschob. Mein Laptop stand noch immer aufgeklappt auf der Küchentheke, eine unfertige E-Mail flackerte schwach auf dem Bildschirm, während ich am Fenster stand und mein Handy ans Ohr gedrückt hielt. Draußen zeichnete die Skyline von Boston scharfe Silhouetten vor einem in Orange und Rosa getauchten Himmel.
In dieser kurzen Stille durchschnitt genau die Stimme, die ich am wenigsten hören wollte, die Ruhe mit kalter Genugtuung.
„Du hast für immer Hausverbot im Strandhaus der Familie.“
Die Worte kamen von Diana Crawford, meiner Stiefmutter, und schnitten scharf und beinahe gehässig aus dem Lautsprecher, sodass ich das Telefon fester umklammerte. Ich betrachtete mein Spiegelbild im Glas – dunkles Haar zu einem lockeren Knoten gebunden, der Pullover von einer Schulter gerutscht – während das entfernte Summen des Verkehrs von unten heraufdrang.
„Was?“ fragte ich langsam.
„Ich habe alle Schlösser austauschen lassen“, fuhr sie fort und zog jedes Wort in die Länge, als würde sie es genießen. „Denk nicht einmal daran, zu versuchen hineinzukommen. Das hast du davon, dass du die Abschlussfeier deiner Schwester ruiniert hast.“
Ein leises Lachen entwich mir beinahe. „Du meinst die Feier, zu der ich nie eingeladen war?“ fragte ich ruhig.
Sie schnaubte. „Ach bitte, tu nicht so, als wärst du das Opfer.“
„Die gleiche Feier, bei der du allen erzählt hast, ich hätte keine Zeit?“ erwiderte ich gelassen. Ich hatte schon vor Jahren gelernt, dass Wut Diana nur antrieb.
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