Sie haben Fahrer gezwungen, auf glatten Straßen mit abgefahrenen Reifen zu fahren und damit ihre Gesundheit und ihr Leben aus reiner Profitgier in enorme Gefahr gebracht.
Sie haben jeden auf die Straße gesetzt, der es wagte, die Wahrheit zu sagen.“
Waleri begriff, dass alles Verborgene ans Licht gekommen war.
Sein Ton wurde plötzlich unterwürfig:
„Antonina Sergejewna, lassen Sie uns das nicht auf die Spitze treiben.
Ich bin bereit, sofort ein Rücktrittsgesuch zu schreiben.
Ich werde einen Teil der Gelder zurückgeben.
Warum Aufmerksamkeit erregen?
Das wird doch zu einer Schande für unser ganzes Unternehmen!“
„Der Ruf des Unternehmens wird durch die Arbeit der Menschen geschaffen, die Sie bestohlen haben“, antwortete Antonina kalt.
„Sie werden nicht freiwillig gehen.“
In diesem Moment öffnete Ilja die Tür einen Spalt.
Mit sicheren Schritten betraten Beamte der Strafverfolgungsbehörden den geräumigen Saal.
Alle frühere Überheblichkeit war Waleri augenblicklich vergangen.
Stanislaw saß da und hielt den Kopf in den Händen.
Noch vor ein paar Stunden hatte er die Praktikantin verspottet und sich als unantastbarer Herr des Lebens gefühlt, und jetzt verlasen Einsatzkräfte den Haftbefehl gegen ihn.
Als man sie durch die offene Bürofläche hinausführte, beobachteten Dutzende Mitarbeiter schweigend das Geschehen.
In den Augen der Menschen lag unverhohlene Erleichterung.
Dascha aus der Buchhaltung weinte leise und verbarg ihr Gesicht in den Händen, unfähig, ihre Gefühle zurückzuhalten.
Onkel Mischa nahm seine alte Mütze ab und atmete einfach nur aus.
Die nächsten Wochen wurden für die Filiale zu einer Zeit tiefgreifender Veränderungen.
Antonina leitete persönlich den Prozess der Wiederherstellung der Arbeitsabläufe.
Die fingierten Verträge wurden aufgelöst.
Die einbehaltenen Zahlungen wurden an die einfachen Beschäftigten zurückgegeben, und in die Werkstatt kamen neue, hochwertige Ersatzteile.
In Führungspositionen wurden diejenigen berufen, die jahrelang ehrlich die schwierige Arbeit getragen hatten.
Dascha wurde zur Hauptauditorin der Filiale — ihre Akribie wurde endlich gewürdigt.
Und Onkel Mischa übernahm die Leitung des Fuhrparks und machte der Frage minderwertiger Reparaturen an der Technik ein für alle Mal ein Ende.
Am letzten Tag ihrer Dienstreise stand Antonina auf den Stufen des erneuerten Gebäudes.
„Müde, Antonina Sergejewna?“ fragte Ilja, als er zum Wagen trat.
„Ein bisschen“, lächelte sie warm.
„Aber schau dich um.
Die Menschen blicken offen.
Sie wissen jetzt genau, dass ihre Arbeit geschätzt und respektiert wird.“
Sie stiegen ins Auto.
Die erneuerte Nordfiliale blieb hinter ihnen zurück, doch Antonina wusste, dass sie nun in sicheren Händen war.
Die Gerechtigkeit findet immer einen Weg, selbst wenn dafür die Vizepräsidentin eines Konzerns einen billigen Pullover anziehen und in einen feuchten Keller hinabsteigen muss.
For complete cooking times, go to the next page or click the Open button (>), and don't forget to SHARE with your Facebook friends.