Achtunddreißig Quadratmeter.
Ihre Einzimmerwohnung.
Das Einzige, was sie in diesem Leben besaß.
Sie hatte sie selbst verdient, ohne Hilfe der Eltern, ohne Unterhalt vom Ex-Mann.
Acht Jahre lang hatte sie jeden Kopeken zurückgelegt, dann noch vier Jahre Hypothek, die sie vorzeitig abbezahlte.
Und die Brüder?
Die Brüder hatten alles auf dem Silbertablett bekommen.
Das war vor achtzehn Jahren passiert.
Die Eltern verkauften das Haus im Dorf — für drei Millionen Rubel.
Damals war das eine ernstzunehmende Summe.
Sie beriefen einen Familienrat ein.
— Die Jungen brauchen Wohnungen, — erklärte damals der Vater. — Viktor ist fünfunddreißig, die Familie wächst. Serjoga ist zweiunddreißig, für ihn ist es auch Zeit, sich zu vergrößern. Dimka ist neunundzwanzig, aber warum noch warten.
— Und Lena? — fragte die Mutter.
— Lena wird heiraten. Der Mann wird für sie sorgen. Wozu braucht sie eine Wohnung?
Lena war damals siebenundzwanzig.
Sie arbeitete als Buchhalterin, mietete mit einer Freundin zusammen ein Zimmer und hatte sich gerade erst von ihrem Verlobten getrennt, der sie zwei Jahre lang mit Versprechungen hingehalten hatte.
Sie hörte ihrem Vater zu und schwieg.
Die drei Millionen wurden durch drei geteilt.
Jeder Bruder bekam eine Million als Anzahlung.
Viktor nahm eine Zweizimmerwohnung am Stadtrand.
Serjoga nahm eine Dreizimmerwohnung in der Region, weiter weg von Moskau, dafür mit mehr Fläche.
Dimka ebenfalls eine Zweizimmerwohnung, in einem Neubau.
Lena bekam als Ermahnung: „Lern fleißig, dann findest du einen guten Mann.“
Der Mann fand sich ein Jahr später.
Andrej.
Gut aussehend, fröhlich, mit großen Plänen.
Die Pläne erwiesen sich als so groß, dass weder Arbeit noch Verantwortung darin Platz hatten.
Nach fünf Jahren reichte Lena die Scheidung ein.
Kinder gab es nicht — und Gott sei Dank, wie sie später dachte.
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