Jetzt haben sie beschlossen: Mutter zieht zu mir.**
Das Telefon klingelte um acht Uhr morgens.
Lena hatte noch nicht einmal die Augen geöffnet und wusste schon: Etwas war passiert.
Ihr älterer Bruder Viktor rief nur einmal in einem halben Jahr an, an Geburtstagen, und selbst das nicht immer.
— Lena, hallo. Wir haben uns gestern zusammengesetzt und die Situation mit Mama besprochen. Im Grunde haben wir beschlossen, dass du sie zu dir nimmst.
Lena setzte sich auf die Bettkante.
— Wer hat das beschlossen?
— Wir. Ich, Serjoga, Dimka. Wir haben uns beraten und sind zu einem Ergebnis gekommen.
— Und warum habt ihr mich nicht eingeladen?
— Wozu denn dich? Es war doch sowieso alles klar. Du hast eine Einzimmerwohnung, du lebst allein, es ist genug Platz da. Und wir haben Familien, Kinder. Wohin denn mit ihr?
Lena schwieg.
Sie hatten sich zu dritt getroffen und über ihr Schicksal entschieden.
Ohne sie.
Wie immer.
— Lena, hörst du mich? Mama weiß übrigens schon Bescheid. Sie freut sich.
— Warte. Was hat sie genau für gesundheitliche Probleme?
— Na, was wohl. Die Beine versagen, sie geht schlecht, der Blutdruck springt. Der Arzt hat gesagt, dass sie nicht allein bleiben darf. Es braucht ständige Aufsicht.
— Und ihr habt beschlossen, dass ich mich um sie kümmern werde.
— Wer denn sonst? Du bist eine Frau, für dich ist das leichter. Und überhaupt, Mama hat selbst gesagt: Sie liebt ihre Lenotschka am meisten. Also wird sie bei dir sein.
Lena holte tief Luft.
— Viktor, ich rufe zurück.
Sie drückte auf Auflegen und starrte auf die Wand.
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