**„Wir kommen mit der ganzen Familie zu dir auf Pfannkuchen, und kauf auch roten Kaviar, ohne essen wir nicht“, erklärte die Schwägerin.**

Er hatte den Kassenzettel aus dem nächstgelegenen Supermarkt sehr wohl gesehen, auf dem ein ganz normales Gläschen aus der Aktion „2+1“ stand, schwieg aber klugerweise.

Seine Frau spielte ihr Spiel.

Die Neffen, ohne auf die Rede ihrer Tante über den Vollmond zu hören, streckten bereits ihre Tatzen nach den Pfannkuchen aus.

— Mama, gib den Kaviar! — brummte Denis mit Bassstimme.

— Wartet! — stoppte Nina sie mit der herrischen Geste einer stellvertretenden Schuldirektorin.

— So ein Produkt darf man nicht löffelweise essen.

Das ist schlechter Stil.

Der Geschmack geht verloren.

Echte Gourmets, — sie sah Larissa bedeutungsvoll an, — genießen nur kleine Mengen.

Nina nahm persönlich das winzige Löffelchen und legte jedem genau fünf Kaviarkörner auf den Pfannkuchen.

— So.

Jetzt rollt ihn ein und genießt das Bukett des Geschmacks.

Spürt ihr die Noten der Meeresbrise?

Larissa verzog das Gesicht, widersprach aber nicht — der Status als „Gourmet“ verpflichtete.

Sie rollte den Pfannkuchen zusammen, biss hinein und begann demonstrativ langsam zu kauen.

— Also… ja…

Nicht schlecht.

Salz ist in Maßen.

Aber, Nin, das ist doch ein bisschen wenig.

Die Männer brauchen etwas Sättigenderes.

— Dann nehmt doch welche mit Fleisch! — rief Nina fröhlich aus.

— Ich habe extra welche gemacht.

— Oh, mit Fleisch, das ist was, — lebte der schweigsame Vitalik auf.

Nina schob ihnen eine große Platte mit gefüllten Pfannkuchen hin.

— Greift zu!

Ganz frische Füllung.

Vitalik schnappte gierig einen Pfannkuchen, biss die Hälfte ab und erstarrte.

Seine Kiefer bewegten sich langsam, und in seinen Augen erschien ein Ausdruck tiefster Verwirrung.

— Nin… was ist das denn? — fragte er mit vollem Mund.

— Das ist doch… Kohl?

— Kohl! — bestätigte die Gastgeberin strahlend.

— Geschmort, mit Karotten und Tomatenmark.

Ein Genuss!

— Du hast doch gesagt — mit Fleisch…

— Nun ja, Kohl ist doch das Fleisch des Gemüsegartens! — zitierte Nina einen alten Witz, ohne mit der Wimper zu zucken.

— Vitalik, zu viel tierisches Eiweiß ist doch nicht gut für euch.

Cholesterin, Blutgefäße…

Ich sorge mich um deine Gesundheit.

Und Fleisch ist heutzutage… na, du weißt schon.

Ich dachte mir: Ihr habt doch um Kaviar gebeten.

Das ganze Budget ist für dieses Exklusivprodukt aus Kamtschatka draufgegangen.

Ich musste wählen: entweder Elite-Kaviar oder gewöhnliches Fleisch.

Ich habe mich für die Delikatesse entschieden.

Ich konnte meiner geliebten Schwägerin doch nichts abschlagen?

Larissa saß rot da wie genau der Kaviar auf dem Tellerchen.

Sie verstand, dass man sie hereingelegt hatte, konnte aber nichts dagegen sagen.

Gibt es Kaviar?

Ja.

Gibt es Pfannkuchen?

Einen ganzen Berg.

Der Grund für das fehlende Fleisch ist respektabel — schließlich hatten sie selbst verlangt, ein teures Produkt zu kaufen.

— Gibt es keine Wurst? — fragte einer der Neffen niedergeschlagen und stocherte mit der Gabel in seinem Kohlpfannkuchen.

— Nein, Denis, — seufzte Nina.

— Wir dachten doch, ihr würdet euch am Kaviar satt essen.

Wer hätte denn ahnen können, dass ihr nach Delikatessen noch Wurst wollt?

Das würde doch den Geschmack verderben!

Das Mittagessen verlief in gespannter Atmosphäre.

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