**„Wir kommen mit der ganzen Familie zu dir auf Pfannkuchen, und kauf auch roten Kaviar, ohne essen wir nicht“, erklärte die Schwägerin.**

Die Gäste schossen aus der Wohnung wie ein Korken aus einer Sektflasche.

Als die Tür hinter ihnen zufiel, lehnte sich Nina an den Türrahmen und rutschte vor Lachen daran hinunter.

Auch Kostja lächelte, als er aus dem Zimmer trat.

— Also wirklich, meine Liebe…

„Fleisch des Gemüsegartens“!

Ganz schön hart war das.

— War schon in Ordnung, — schnaubte Nina und wischte sich die Lachtränen aus den Augen.

— Wenigstens lernen sie so ihre Lektion.

Man kann nicht mit leeren Händen und Forderungen wie in einem Michelin-Restaurant zu Besuch kommen.

Sie ging in die Küche, öffnete den Kühlschrank und holte hinter einem Topf versteckt eine Stange guter luftgetrockneter Wurst, ein Stück Braten und ein Glas eingelegte Gurken hervor.

— Setz dich, Kostja.

Jetzt feiern wir Masleniza richtig.

Den Kaviar haben sie ja offenbar gegessen.

Dafür sind uns die Pfannkuchen geblieben.

Kostja umarmte seine Frau und küsste sie auf den Scheitel.

— Und der Kaviar, war der wirklich aus Kamtschatka?

— Ja klar, natürlich, — grinste Nina und schnitt die Wurst auf.

— Aus dem „Pjatjorotschka“ an der Ecke.

Imitation.

Aber das Glas war hübsch, oder?

Das Wichtigste, Kostja, ist die Präsentation.

Und die richtige Positionierung.

Sie zwinkerte ihrem Mann zu, tunkte einen Pfannkuchen in den Sauerrahm und biss mit Genuss hinein.

Der Pfannkuchen war lecker.

Schön.

Selbstgemacht.

Und Larissas Telefon schwieg — offenbar verdauten sie noch den „Kohlschlag“ und suchten schon, bei wem sie noch auf ein kostenloses Abendessen vorbeifahren könnten.

Aber das war nun wirklich nicht mehr Ninas Problem.

 

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