Ich hob mein Champagnerglas und lächelte alle zweihundert Gäste auf der goldenen Hochzeit meiner Schwiegereltern an.
Sascha stand neben mir, bleich wie die Wand, und seine Mutter — eben jene eiserne Walentina Petrowna — begriff langsam, was gerade geschehen war.
„Auf euch, meine Lieben!“, sagte ich laut und deutlich.
„Auf fünfzig Ehejahre, in denen Walentina Petrowna ihrem Sohn das Wichtigste beigebracht hat: Eine Ehefrau ist Dienstpersonal.
Nicht wahr, Saschenka?“
Der Saal erstarrte.
Jemand kicherte nervös.
Walentina Petrowna lief dunkelrot an.
Und alles hatte drei Monate zuvor begonnen …
„Mascha, du hast mir schon wieder mein Hemd nicht gebügelt?“, sagte Sascha und stand mitten im Schlafzimmer, ein zerknittertes Hemd in der Hand.
„Was hast du den ganzen Tag gemacht?“
„Gearbeitet“, antwortete ich müde und massierte meine Schläfen.
„Danach habe ich Mischka aus dem Kindergarten abgeholt und Abendessen gekocht …“
„Du bist meine Frau, also bist du das Dienstpersonal“, schnitt er mir das Wort ab, und in seiner Stimme hörte ich die vertrauten Intonationen seiner Mutter.
„Mama hat recht, ich habe dich verwöhnt.“
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