Der Zug quietschte, als er am staubigen Bahnhof von Dry Creek, Montana, anhielt und eine Wolke roten Staubs in die Luft wirbelte.
Es war der Ort, an dem der Wind scheinbar nie ruhte und die Berge alles aus der Ferne beobachteten.
Clara Whitmore stieg mit einem einzigen Koffer aus dem Zug.
Nicht das, was die Leute erwarteten, wenn sie die Worte „Fernbraut“ hörten.
Sie stand aufrecht, mit fester Haltung, ihr brauner Reise-Mantel war einfach, aber gut verarbeitet.
Einige Locken entkamen unter ihrem Hut, und ihre Augen hatten den ruhigen, sicheren Blick von jemandem, der schon mehr überlebt hatte als die meisten.
Der Bahnhofsvorsteher sah sich auf dem Bahnsteig um.
„Niemand ist hier für Sie, Fräulein?“
Clara zog einen Brief aus ihrer Tasche.
Elias Carter, Dry Creek Ranch.
Er hatte nur drei Briefe geschrieben. Kurze. Ehrliche.
Vor drei Wintern habe ich meine Frau verloren. Die Ranch braucht Hilfe. Ich brauche jemanden Stabilen. Ich kann ein Zuhause und Respekt bieten.
Clara hatte geantwortet.
Nicht, weil sie einen Ehemann brauchte.
Sondern weil sie einen Ort suchte, an dem niemand ihre Vergangenheit kannte.
Der Bahnhofsvorsteher kratzte sich am Bart.
„Die Carter-Ranch ist letzten Monat abgebrannt“, murmelte er.
Clara blinzelte.
„Abgebrannt?“
„Ein Blitz hat eingeschlagen. Er hat die Scheune, das Haus, fast alles mitgerissen. Der Mann hat es kaum überlebt.“
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