Die Stille verdichtete sich.
Ich hörte auf, an meine Einkaufsliste oder die unerledigte Arbeit zu denken. Stattdessen spürte ich meinen Puls in den Schläfen pochen. Er zog sich leicht zurück, und ich sah, wie er hinter seiner Maske die Stirn runzelte.
Es war nicht der neutrale, professionelle Ausdruck, den ich kannte. Es war Unbehagen. Oder Überraschung. Oder etwas Schlimmeres.
„Wer hat Sie vorher behandelt?“, fragte er erneut, seine Stimme nun tiefer.
Ich schluckte.
„Mein Mann“, sagte ich. „Diego López. Er ist auch Gynäkologe.“
Álvaro erstarrte. Er zog seine Handschuhe langsam aus, fast bewusst bedächtig, und warf sie mit einem trockenen Geräusch in den Metallmülleimer, das mich leicht zusammenzucken ließ. Dann ging er zu seinem Schreibtisch, ohne mich direkt anzusehen.
„Lucía“, sagte er schließlich und verwendete zum ersten Mal meinen Vornamen, „wir müssen sofort Tests durchführen. Was ich sehe … sollte nicht da sein.“
Die Luft um mich herum fühlte sich plötzlich schwer an. Ich richtete mich ein wenig auf der Untersuchungsliege auf, noch immer vom Papierumhang bedeckt.
„Was meinen Sie damit?“, fragte ich, meine Stimme schärfer als sonst.
Er wich einer direkten Antwort aus. Er drückte den Summer, um die Krankenschwester zu rufen, öffnete den Ultraschallbildschirm und begann, die Geräte vorzubereiten. Seine Hände bewegten sich schnell, doch seine Augen blieben angespannt und wachsam.
„Wir machen jetzt sofort einen transvaginalen Ultraschall“, erklärte er, bemüht, ruhig zu klingen. „Ich muss nur … etwas bestätigen.“
Die Tür öffnete sich, die Krankenschwester trat ein, und kaltes Gel berührte meine Haut. Auf dem Bildschirm erschienen graue Formen – Muster, die für jemanden mit Fachkenntnis Sinn ergaben.
Für mich nicht.
Ich sah nur verschwommene Konturen.
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