„Wollen deine Eltern nach so einem „Geschenk“ etwa obdachlos werden?“ fragte ich meinen Verlobten und hielt dabei einen Umschlag mit fünftausend Rubeln in der Hand.

„Also“, fuhr ich fort, „heute stellte sich heraus, dass es keine Wohnung geben wird.“

„Dafür wird es aber eine „Operation“ für einen vollkommen gesunden Menschen geben.“

„Und wissen Sie, was das Interessanteste ist?“

„Diese dreihunderttausend liegen jetzt in Walentina Sergejewnas Handtasche.“

„Ich habe gesehen, wie sie das Geld gestern am Bankautomaten abgehoben hat.“

„Artjom hat sie darum gebeten, es schön in einen Umschlag zu stecken und uns vor allen zu schenken.“

„Nicht wahr, mein Lieber?“

Artjom hob endlich den Kopf.

„Mascha, hör auf.“

„Bitte.“

„Nein, ich höre nicht auf!“

„Weißt du, wie viele Nächte meine Mutter nicht geschlafen hat und auf Bestellung genäht hat, nur um uns für die Hochzeit noch etwas dazuzugeben?“

„Und deine Mami hat beschlossen, uns zu betrügen und das Geld für sich zu behalten!“

„Wie kannst du es wagen!“ schrie Walentina Sergejewna und griff nach dem Tortenmesser auf dem Tisch.

„Ich werde dich …“

„Valja!“

Michail Petrowitsch packte ihren Arm.

„Was für Geld?“

„Welche dreihunderttausend?“

„Das ist unser Geld!“

„Unseres!“

„Wir haben ein Leben lang gespart!“

„Unseres?“

Michail Petrowitsch runzelte die Stirn.

„Valja, das war meine Quartalsprämie.“

„Ich habe sie extra nicht angerührt, um sie den Kindern zu geben.“

„Du hast gesagt, du hättest das Geld bis zur Hochzeit als Festgeld auf die Bank gelegt.“

Es entstand Stille.

Walentina Sergejewna öffnete und schloss den Mund wie ein Fisch auf dem Trockenen.

„Also“, sagte Michail Petrowitsch langsam.

„Walentina.“

„Das Geld.“

„Wo ist es?“

„Ich … ich wollte nur … wir müssen doch …“

„Wo ist das Geld?!“ brüllte der sonst so ruhige Michail Petrowitsch so laut, dass die Gläser zitterten.

Mit zitternden Händen griff Walentina Sergejewna in ihre Handtasche.

Sie zog einen dicken Umschlag heraus.

„Ich habe es für uns aufgehoben … für das Alter …“

„Für das Alter?“

„Bis zu meiner Rente sind es noch zehn Jahre!“

„Und wir vermieten die Wohnung im Zentrum!“

„Welches Alter noch?“

Ich ging zu Artjom, nahm ihn an der Hand:

„Mein Lieber, verzeih mir.“

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