„Deshalb kannst du auch nicht schwanger werden.
Dein Körper ist völlig ausgelaugt.
Schau dir nur Swetotschkas Hüften an — da sieht man sofort, die bringt drei Kinder zur Welt, ohne es überhaupt zu merken!“
Swetotschka senkte die Wimpern.
Witaliks Blick glitt über ihre Hüften.
Ich drehte mich um und ging in die Küche.
Meine Hände zitterten.
Ich goss den inzwischen erkalteten Tee ins Spülbecken.
Ich stellte das Wasser an, damit die braune Brühe weggespült wurde.
Am Boden der Tasse blieb ein weißlicher Belag zurück.
Nur ein bisschen.
Körnchen, die sich nicht aufgelöst hatten.
Ich fuhr mit dem Finger darüber.
Ich leckte daran.
Bitterkeit.
Eine wilde, chemische Bitterkeit.
Nicht kräuterartig.
So bitter ist Analgin, wenn man es zerkaut.
Oder…
In meinem Kopf klickte etwas.
—
Am nächsten Tag bat ich, früher von der Arbeit gehen zu dürfen.
Zu Hause war niemand.
Galina Petrowna war mit Tamara Iljinitschna „zum Flanieren“ gegangen, Witalik war im Büro.
Ich betrat das Zimmer meiner Schwiegermutter.
Es roch nach Corvalol und nach dem alten Parfüm „Krasnaja Moskwa“.
Auf der Kommode standen Ikonen.
Auf dem Nachttisch stand ein Foto von Witalik in seiner Abschlussklasse.
Von mir gab es in diesem Haus keine Fotos.
Ich begann zu suchen.
Ich weiß nicht, wonach genau.
Ich fühlte es einfach.
Die Intuition einer Auditorin — wenn die Zahlen nicht stimmen, dann stiehlt jemand.
Mein Leben stimmte nicht.
Im Schrank lagen Unterwäsche und Kleider.
In den Schubladen lagen Medikamente.
Ein Blutdruckmessgerät.
Stapel von Handtüchern.
Nichts.
Ich ging in die Küche.
Der Schrank über der Dunstabzugshaube war das Gebiet meiner Schwiegermutter.
Dort standen ihre Kräutergläser: „Beruhigend“, „Brusttee“, „Frauenmischung“.
Ich öffnete das Glas mit der Aufschrift „Frauenmischung.
Lena“.
Darin war getrocknetes Kraut.
Oregano, Johanniskraut und noch etwas.
Ich schüttete ein wenig auf meine Handfläche.
Zwischen den braunen Stängeln und Blättern sah man weiße Krümel.
Klein wie Staub.
Ich nahm ein Sieb.
Ich siebte einen Löffel der Mischung über einem Blatt schwarzem Papier.
Die Kräuter blieben im Sieb.
Auf das Papier fiel weißes Pulver.
Ich schüttete es in einen sauberen Behälter für Analysen.
Ich nahm das Glas mit der Mischung.
Aus dem Mülleimer holte ich leere Tablettenblister, die Galina Petrowna am Morgen weggeworfen hatte.
Ich hatte gesehen, wie sie etwas im Eimer versteckte, als ich in die Küche kam, um Kaffee zu trinken.
Ganz unten im Eimer, unter Kartoffelschalen, lag ein leerer Blister.
„Regulon“.
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