**Die Schwiegermutter brühte fünf Jahre lang Tee für ihre Schwiegertochter auf — eine Analyse zeigte, warum sie keine Kinder bekommen konnten**

Einundzwanzig Tabletten.

Der Blister war leer.

Galina Petrowna ist zweiundsechzig Jahre alt.

Sie ist seit etwa fünfzehn Jahren in den Wechseljahren.

Wozu braucht sie Verhütungspillen?

Am Abend fuhr ich in ein privates Labor.

Meine ehemalige Klassenkameradin Marina arbeitet dort als Leiterin.

„Marin, ich muss dringend die Zusammensetzung dieses Pulvers prüfen lassen.

Und auch diesen Tee.“

Marina sah mich über den Rand ihrer Brille an.

„Lena, was ist denn mit dir los, dass du so nervös bist?

Kriminalfall?“

„Ich hoffe nicht.

Aber ich muss es wissen.

Ganz genau.“

„Wir machen eine Spektralanalyse.

Morgen gegen Mittag ist sie fertig.“

Ich schlief die ganze Nacht nicht.

Witalik schnarchte neben mir.

Ich starrte auf seinen Rücken.

Wir wollten ein Kind.

Er wollte es.

Er weinte, als das zweite IVF-Protokoll scheiterte.

Er tröstete mich, als ich nach der nächsten Periode einen hysterischen Anfall bekam.

Wusste er es etwa?

Nein.

Das kann nicht sein.

Er ist weich, beeinflussbar, aber kein Schuft.

Er liebt seine Mutter, aber er würde unsere ungeborenen Kinder nicht töten.

Oder doch?

Wenn Mama gesagt hätte, dass es besser so sei?

Am Morgen kochte Galina Petrowna wieder Tee auf.

„Trink, Lenotschka!

Heute habe ich Melisse hineingetan, du bist irgendwie so nervös.“

Ich nahm die Tasse.

Ich führte sie an die Lippen.

Ich tat so, als würde ich trinken.

Und unauffällig goss ich alles in eine Pflanze — einen riesigen Ficus, der auf der Fensterbank stand.

Der Ficus wird eingehen.

Aber ich muss überleben.

Mittags rief Marina an.

„Lena, sitzt du?“

„Sprich.“

„In dem Pulver sind hormonelle Präparate.

In Pferdedosen.

Das sind Wirkstoffe aus oralen Verhütungsmitteln.

Und nach der Konzentration zu urteilen waren das drei bis vier Tabletten pro Tasse.“

Ich schwieg.

In meinen Ohren klingelte es.

„Lena?

Hörst du mich?

Wenn du das getrunken hast… dann muss dein Hormonhaushalt völlig ruiniert sein.

Bei so einem Cocktail kann es prinzipiell keinen Eisprung geben.

Und wenn du schwanger geworden wärst und das weiter getrunken hättest — wäre es zu einer Fehlgeburt gekommen.

Garantiert.“

„Danke, Marin.

Schick mir bitte den Befund mit Stempel.

Offiziell.“

„Schicke ich.

Lena… wer hat dir das angetan?“

„Eine fürsorgliche ‚Großmutter‘.“

Ich legte auf.

Also fünf Jahre.

Fünf Jahre lang trank ich die „Kräuter“ meiner Schwiegermutter.

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